Low Coding

Der Einsatz von Low Code in den Fachabteilungen

 

In der heutigen, sehr schnelllebigen Welt stehen einzelne Abteilungen oder ganze Unternehmen immer stärker unter Zugzwang. Um entsprechend wettbewerbsfähig zu bleiben, sollte sich kein Unternehmen vor der Digitalisierung verstecken. Bei der Thematik rundum Low Coding geht es um den Ansatz, Programme und Anwendungen anhand von visuellen Elementen und modellbasierten Entwicklungsmethoden zu konzipieren. Das angestrebte Ziel ist es, durch die Reduktion des zu schreibenden Codes, die Anwendungsentwicklung zu beschleunigen und diese Möglichkeit auch Personen ohne eigene Programmierfähigkeiten zur Verfügung zu stellen.

Am 19.05.2021 wurde diese beschriebene Themenstellung in einer Veranstaltung des VDMA Baden-Württembergs und dem Fachverband Software und Digitalisierung in Kooperation mit dem Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Stuttgart ausgiebig behandelt. Die Agenda dieser Online-Veranstaltung war demnach strukturiert in drei einzelne Kurzportraits von Low Code Anbietern, verknüpft mit dazugehörigen Praxisbeispielen, bei denen verschiedene Anwendungsszenarien aufgezeigt wurden.
Im Rahmen dieser Online-Veranstaltung wurde, vor dem fachlichen Input der Referenten, eine Bestandsaufnahme der Teilnehmenden zum genannten Schwerpunktthema generiert.

An dieser Live-Umfrage ergaben zwei Drittel aller Stimmen, dass diese sich derzeit in der Orientierungsphase befinden. Ein Drittel hat schon erste Entwicklungs- und App-Erfahrungen gesammelt und befindet sich somit in der konkreten Umsetzungsphase.
Dieses Ergebnis zeigte dementsprechend recht früh und deutlich, dass das Thema Low Coding bereits bekannt ist, aber bei vielen noch recht am Anfang steht. Daher war es keine Überraschung, dass es in dieser Veranstaltung darum ging, die Unternehmen vorerst abzuholen und sie über die Thematik erstmal zu informieren und zu sensibilisieren.

Anhand von drei einzelnen Kurzportraits der Unternehmen Noxum GmbH, Magic Software Enterprises (Deutschland) GmbH und Peakboard GmbH wurden sogenannte Low Code Development Plattformen vorgestellt, die Entwickler und Entwicklerinnen ermöglichen, mit Hilfe von visuellen Tools, Benutzeroberflächen, Datenmodelle oder Geschäftsprozesse zu erstellen. Das können einerseits vorgefertigte Blöcke sein, die in der Anwendung platziert werden, oder andererseits auch Logik in Form von Ablaufdiagrammen jeglicher Art.

Um die Thematik für die teilnehmenden Unternehmen dennoch ein Stück weit greifbarer zu machen, wurde die Begrifflichkeit mit den Praxisbeispielen aus den Unternehmen Pepperl+Fuchs SE, Sanha GmbH & Co. KG und Robert Bosch GmbH verdeutlicht. In diesen Beispielen wurde der Einsatz von Low Code in Kombination mit ECLASS, als Datendrehschreibe oder auf dem Shopfloor dargestellt. So konnten sich die Zuhörenden einen Überblick der Vielseitigkeit von Low Code Lösungen machen.

Als Ausblick in die Zukunft verspricht der Low Coding Ansatz eine vielversprechende Lösung für IoT-Projekte. Neue Systeme müssen in eine bestehende Infrastruktur eingepflegt und für die neue Umgebung angepasst werden. Mithilfe von Low Coding Plattformen kann dies, ohne externe Experten, agil und individuell erfolgen. Durch den Einsatz von Low Code können sie von den eigenen Mitarbeitern direkt vor Ort angepasst werden.

Weitere Infos zum Thema finden sie in diesem Blogbeitrag: Digitalisierung effizient gestalten durch Low-Code Development