Nutzung des ERP in KMU zur Digitalisierung der Produktionsorganisation

 

Auftragsabwicklungsprozesse automatisieren und Schnittstellen digital gestalten 
Egal ob digitale Lehre, digitaler Zwilling oder eben digitale Produktion: Die digitale Transformation bietet für viele Bereiche Optimierungspotenziale sowie neue Möglichkeiten der Zusammenarbeit. So auch für die DINA Elektronik GmbH mit Sitz in Wolfschlugen. Was 1990 als Startup für Antriebsüberwachung begann ist heute ein etabliertes KMU für zuverlässige Sicherheitsschaltungen. Das Familienunternehmen DINA beschäftigt mittlerweile rund 50 Mitarbeiter in Entwicklung, Montage und Vertrieb der Produkte sowie Dienstleistungen. Über die Zeit wurde eine Vielzahl an Produkten und Varianten entwickelt und ins Angebot aufgenommen. Mit weiter anhaltendem Trend folgt daraus eine wachsende Anzahl an vielseitigen Aufgaben und Tätigkeiten für die direkten Produktionsmitarbeiter. Da sich deren Handlungsbereich von der Einplanung, über die Materialverfügbarkeitsprüfung und -bereitstellung bis hin zur Vor- und Hauptmontage erstreckt, wird die Arbeit als zunehmend herausfordernd wahrgenommen.
Dazu geht die Firma DINA nun gemeinsam mit dem Mittelstand-4.0-Kompetenzzentrum Stuttgart den nächsten Schritt. Digitale Tools sollen den Weg ebnen für den Übergang hin zu einer standardisierten, zentral gesteuerten Produktion mit der Möglichkeit einer sinnvollen Aufgabenteilung. Das gemeinsame Ziel ist eine effiziente und möglichst papierlose Produktionsorganisation nach aktuellem Stand der Technik zu erreichen.

Berücksichtigung der Produktion im Zuge der Einführung eines neuen ERP 
Ausgangs- und Anknüpfungspunkt des Mikroprojekts war die Reorganisation hin zu einer standardisierten Produktion nach Lean-Gesichtspunkten. Außerdem soll das aktuell im Einsatz befindliche ERP-System (Enterprise-Resource-Planning), wegen der Einstellung des Supports, durch ein neues ausgetauscht werden. Im aktuell eingesetzten ERP-System werden die Produktionsprozesse bisher nicht berücksichtigt. Im Zuge dessen wurde innerhalb des Mikroprojekts ein Konzept entwickelt, wie die Produktionsorganisation mittels des neuen ERP unterstützt werden kann. Dazu wurden Auftragsabläufe sowie Schnittstellen von der Produktion zum Vertrieb, zur Materialwirtschaft und dem Versand definiert. Anschließend wurde das Konzept mit der von der Firma DINA beauftragten ERP-Beratung abgestimmt. Hierbei wurde besonders darauf geachtet, möglichst die Standardfunktionalitäten des einzuführenden ERP-Systems zu nutzen, um den Anpassungs- und Implementierungsaufwand gering zu halten.

Im nächsten Schritt soll nach der Einführung des neuen ERP im kommenden Jahr die Umsetzung des Konzepts erfolgen. Dabei unterstützt das Kompetenzzentrum beispielsweise durch die Bereitstellung von Kapazitäten für die Ausgestaltung und das exemplarische Anlegen standardisierter Arbeitspläne, die Beschreibung von Produktionsressourcen sowie die Auswahl von Smart Devices zur papierlosen Interaktion der Produktionsmitarbeiter mit dem neuen ERP.

Das Mikroprojekt macht deutlich, dass gerade für KMU, mit noch vergleichsweiser geringer Materialfluss- und Organisationskomplexität etablierte ERP-Systeme eine Vielzahl an Standardfunktionalitäten bieten. Dadurch verringern sich zum einen die Hürden bei der Implementierung und zum anderen kann es die Unternehmen dabei unterstützen, ihre Geschäftsprozesse durch bewährte Standards zu verbessern. Dies kann als Basis und Vorbereitung zur zielgerichteten Handhabung der zunehmenden Komplexität durch weiteres Wachstum gesehen werden.

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