Lukas Waidelich (IOS3), Maria Bieber (bwcon), Alexander Richter (IOS3), Patrick Weber, Alexandra Keller (beide FSTI) und Lisa Rothfuß (bwcon) v.l.

Autor: HS PF/IOS3

Am 21.Januar 2020 trafen sich die Projektpartner des Themenfelds Service- und Geschäftsmodellentwicklung um das Ferdinand-Steinbeis-Institut (FSTI), Baden-Württemberg Connected (bwcon) und die Hochschule Pforzheim/Institut of Smart Systems and Services (IOS3) zur gemeinsamen Kick-Off Meeting im Haus der Wirtschaft in Stuttgart. Schwerpunkte des Treffens waren die organisatorische und inhaltliche Ausrichtung der des Themenfelds Service- und Geschäftsmodellentwicklung für die kommenden zwei Jahre im Mittelstand 4.0 Kompetenzzentrum Stuttgart. Dabei wurde dem neu hinzugekommenen Partner (IOS3) die internen Prozesse erläutert und wichtige anstehende Themen diskutiert. Somit ist ein guter Start für die zweite Projektphase geglückt!

Was sich hinter dem Forschungsprojekt Use-PSS verbirgt lesen Sie hier.

 

Autor: HSPF/IOS3

Das Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum startete am 01.Dezember 2019 in die zweite Förderphase. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie fördert das Projekt weitere zwei Jahre. Die Hochschule Pforzheim um das Institut of Smart Systems and Services (IOS3) unterstützt dabei die Partner vom Ferdinand-Steinbeis-Institut (FSTI) und die bwcon. Dabei bringt das IOS3 die Expertise aus dem Forschungsprojekt Use-PSS ein, das in der Folge erläutert wird:

Motivation Use-PSS

Produzierende Unternehmen sind bisher darauf eingestellt, sich vornehmlich auf die Entwicklung, die Produktion und den Vertrieb qualitativ hochwertiger Sachprodukte zu konzentrieren. Die Kunden fragen jedoch zunehmend komplette Lösungen nach. Diese bestehen aus einem materiellen Sachproduktkern, wie wir ihn bisher kennen. Immer häufiger kommen heute aber während des Produktlebenszyklus verschiedene immaterielle Dienstleistungen hinzu, die den Kundennutzen spürbar erhöhen. Die Gestaltung und Realisierung dieser Produkt-Service-Systeme (PSS) findet in einem erweiterten Wertschöpfungsnetzwerk in enger Rückkoppelung mit dem Kunden statt. Produzierende Unternehmen durchlaufen somit einen fundamentalen strategischen Wandel hin zum kundenorientierten Service Provider, der insbesondere für den Mittelstand eine große Herausforderung bedeutet. Die Transformation zum PSS-Anbieter lässt sich beispielhaft an einem Maschinenbauunternehmen aufzeigen, welches in der Vergangenheit stark produktorientiert war. Mit der Veränderung hin zum Lösungsanbieter sieht sich dieses Unternehmen mit der Fragestellung der Entwicklung eines geeigneten Geschäftsmodells konfrontiert. So kann das Unternehmen durch den Aufbau eines Produkt-Service-Systems um sein Angebot herum dem Kunden problemorientierte Gesamtlösungen offerieren. Anstatt, wie bisher, die Maschine nur zu verkaufen, kann das Unternehmen auf dem Weg zu einer Gesamtlösung zunächst eine Vermietung der Maschine anbieten. Kunden können dann weitergehende Dienstleistungen wie beispielsweise Schulungen, Wartung oder Prozessoptimierung beziehen. Bei einer ausgeprägten Dienstleistungsorientierung stellt das Unternehmen seinem Kunden die Maschine im Rahmen eines Rundum-Service-Vertrages zur Verfügung und bietet eine Bezahlung proproduziertem Teil an. Bei dieser Gesamtlösung werden alle vom Lebenszyklus des Produkts abhängigen Verantwortlichkeiten von der Anschaffung über den Betrieb bis hin zur Entsorgung vom Anbieter übernommen. Mit Hilfe dieser Lösungen können sowohl höhere Umsätze für den Anbieter generiert als auch ein höherer Kundennutzen erzeugt werden. Im Endeffekt resultieren eine stärkere Kundenbindung und ein nachhaltiger Wettbewerbsvorteil.

Forschungsprojekt Use-PSS

Das Ziel des Projekts Use-PSS beinhaltete die Entwicklung und Erprobung eines nutzerfreundlichen Gestaltungsrahmens, mit dessen Hilfe KMU ihre PSS konzipieren können (siehe Abbildung). Durch die am Projekt beteiligten KMU wurde die Einbeziehung von Usability-Kriterien während des gesamten Entwicklungs- und Auswahlprozesses von PSS-Modellen sichergestellt. Der entwickelte Gestaltungsrahmen wurde exemplarisch mit realen Anwendungsfällen der KMU Partner sowohl aus der Perspektive der Anbieter als auch der Anwender getestet und das daraus resultierende Feedback in die Verbesserung des Gestaltungsrahmens eingebracht. Daraus wurde ein Best-Practice-Modell generiert, welches auch auf andere Bereiche übertragbar ist. Mit den Transfer- und Multiplikationspartnern bwcon und dem Steinbeis Transfer Netzwerk bestanden etablierte Zugänge zur Zielgruppe und eine exzellente regionale Vernetzung.

Um das Vorgehensmodell leichter in der Praxis umsetzen zu können wurde zudem sogenannte Methodenkarten erarbeitet, die bei der Anwendung in Workshops oder ohne fachliche Unterstützung zur Hilfe gezogen werden können:

Zahlen, Daten Fakten zu Use-PSS 

Im Rahmen des Projekts in der Förderlinie „Mittelstand Digital“ führte das Duo um Prof. Dr. Bernhard Kölmel und Prof. Dr. Rebecca Bulander gemeinsam mit den Forschungsmitarbeitern Alexander Richter, Johanna Schoblik und Lukas Waidelich über 138 Veranstaltungen, darunter Workshops und Vorträge, für über 12.200 Teilnehmer durch, darunter 21 Workshops und 28 Vorträge für über 4500 Zuhörer und Teilnehmer allein im Jahr 2018. Des Weiteren konnte der Use-PSS-Internetauftritt als zentrale Anlaufstelle genutzt werden, 152 Blogbeiträge informierten Interessierte über den aktuellen Projektstatus. Darüber hinaus wurden dort auch im Projekt erarbeitete Inhalte platziert. So findet sich auch der im Projekt konzipierte Digitalisierungscheck, sowie Erklärvideos auf dem Internetauftritt.

In unserer Broschüre Smart Health zeigen wir auf, welche Chancen in der Digitalisierung für kleine und mittlere Unternehmen im Gesundheits- und Pflegesektor stecken. Erhalten Sie Einblicke in unsere Ansätze sowie Kompetenzen in den Bereichen Pflege, Wohnen, Technologieentwicklung, Medizin sowie Planung & Analyse. Zudem stellen wir Ihnen konkrete Umsetzungen von Mikroprojekten vor. Um dieses Wissen auch für Ihr Unternehmen nutzbar zu machen, bieten wir Ihnen in allen diesen Themen unsere Unterstützung an.

Lassen Sie sich durch die Broschüre inspirieren und nehmen Sie gerne Kontakt zu uns auf.

Die Poren eines Filters, durch die Flüssigkeiten wie Wasser oder Lacke geleitet werden, verstopfen mit der Zeit und der Filter muss getauscht werden. Dies erfolgt bisher manuell: Ein Mitarbeiter schraubt das Filtergehäuse auf, überprüft den Zustand des Filters, bestellt gegebenenfalls Nachschub und tauscht den Filter aus. Währenddessen ist die betroffene Anlage außer Betrieb.

Das Fraunhofer IPA und Wolftechnik wollen diesen Melde- und Bestellprozess nun automatisieren. Sensoren werden künftig den Zustand des Filters überwachen und die Informationen dem zuständigen Mitarbeiter der Instandhaltung melden. Muss der Filter getauscht werden, erhält der Mitarbeiter eine entsprechende Nachricht und bestellt Ersatz. Alternativ könnte das System auch automatisch einen neuen Filter ordern, sobald es erkannt hat, dass der Filter gewechselt werden muss.

Sensoren erfassen den Flüssigkeitsdruck

Möglich wird das durch kontinuierliche Messungen: Am Ein- und Auslass des Filters sind Sensoren angebracht, die den Flüssigkeitsdruck messen. Wenn die Durchlässigkeit des Filters durch die Rückstände abnimmt, nimmt der Druck am Einlass gegenüber dem Druck am Auslass deutlich zu. Erreicht die Druckdifferenz einen festgelegten Wert, erfolgt eine Benachrichtigung per E-Mail oder App, dass der Filter getauscht werden muss. Die Daten, die über die Sensoren gesammelt werden, werden in eine Datenbank übertragen und dem Kunden über eine Cloud zur Verfügung gestellt.

Digitale Anwendungen in den Wertschöpfungsprozess integrieren

Ob Temperatur-, Luftfeuchtigkeits-, Vibrations- oder Widerstandsmessung: Projektleiter Bumin Hatiboglu betont, dass sich dieses flexible Konzept auf weit mehr anwenden lässt, als nur auf Filtertechnik. Überall, wo die Messung durch Sensoren möglich ist und einen Mehrwert bietet, ist eine solche »Smartifizierung« des Produkts, wie Hatiboglu es nennt, denkbar. Vorteile sind nicht nur die Zeit- und Arbeitsersparnis, sondern auch der punktgenaue Austausch des betroffenen Bauteils, der nach Wunsch des Kunden festgelegt werden kann. Ein zu früher oder zu später Wechsel wird vermieden, Material gespart und das Risiko möglicher Anlagenausfälle minimiert.

Kontakt
Bumin Hatiboglu
Telefon +49 711 970-1642
bumin.hatiboglu@ipa.fraunhofer.de

Autoren: Steinbeis, bwcon

Wie wird der Nutzen einer Digitalisierungslösung sichtbar? Im Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Stuttgart wurde dieses Thema untersucht. Eine einheitliche Methode ist bisher nicht vorhanden. Unternehmen sollen jedoch Hilftestellung in diesem Bereich erhalten. Dafür wurden Methodenkarten, die auf dem  3-Säulen-Modell basieren, entwickelt. Die Methodenkarten beschreiben die verschiedenen Methoden und den jeweiligen Aspekt den sie analysieren. Zudem wird in Kurzform eine Gesamteinordnung der Wirtschaftlichkeitsbewertung vorgenommen, sodass Unternehmen einen Überblick über die Bedeutung und Relvanz des Themas erhalten.

Die Methodenkarten stehen hier zum Download zur Verfügung:

Methodenkarten zur Wirtschaftlichkeitsbewertung von Digitalisierungslösungen

Praxiserfahrungen des Methodensets können Sie in diesem Artikel nachlesen.

 

Diese Schulung wird von Steinbeis und/oder bwcon durchgeführt. Bei Interesse wenden Sie sich bitte an Alexandra Keller (Alexandra.Keller@steinbeis.de)

Inhaltsübersicht der Schulung


 

Kurzbeschreibung

Viele Unternehmen sind sich unsicher, ob sich die Investitionen in eine Digitalisierungslösung lohnen. Oft müssen sie sich dabei auf die Verkaufsargumente der Anbieter verlassen, da die herkömmlichen Methoden der Investitionsrechnung den komplexen Sachverhalt den die Einführung einer Digitalisierungslösung mit sich bringt, nicht hinreichend erfassen. Den Unternehmen wird in dieser Schulung ein ganzheitlicher Ansatz vermittelt, mit dem Sie in ihrem Unternehmen eine Wirtschaftlichkeitsbewertung vornehmen können.

Nutzen für das Unternehmen

Die Unternehmen lernen Methoden zur Bewertung von Digitalisierungslösungen kennen.

Dadurch werden die Unternehmen in die Lage versetzt zu prüfen, ob die Investition in ein Digitalisierungsprojekt sinnvoll ist.

Ergebnis

Methodenwissen.

Ggf. Projekte die sich mit der Einführung einer konkreten Lösung beschäftigen bzw. die darauf abzielen die Methode in einem realen Unternehmensumfeld anzuwenden.

Dauer vor Ort

Ca. 3 Stunden

 

Diese Schulung wird von Steinbeis und/oder bwcon durchgeführt. Bei Interesse wenden Sie sich bitte an Alexandra Keller (Alexandra.Keller@steinbeis.de)

Inhaltsübersicht der Schulung


 

Kurzbeschreibung

In dieser Schulung wird die Entwicklung von der Wertschöpfungskette zum Wertschöpfungsnetzwerk vermittelt. Hierbei wird der Fokus auf die Veränderung der Wertschöpfung und des Geschäftsmodells gelegt. Den Teilnehmern wird darüber hinaus aufgezeigt, welche Auswirkungen diese Entwicklung auf Ihr eigenes Unternehmen haben kann. Sie lernen Best Practice Beispiele

kennen und können sich anderen Teilnehmern darüber austauschen.

Nutzen für das Unternehmen
Die Unternehmen erhalten Impulse zum Thema Wertschöpfungsnetzwerk. Sie lernen die grundlegende Systematik anhand von Beispielen kennen.
Ergebnis
Ideen und Impulse zum Themenfeld „Wertschöpfungsnetzwerk“
Dauer vor Ort

Ca. 2 Stunden

 

Diese Schulung wird von Steinbeis und/oder bwcon durchgeführt. Bei Interesse wenden Sie sich bitte an Alexandra Keller (Alexandra.Keller@steinbeis.de)

Inhaltsübersicht der Schulung


 

Kurzbeschreibung

Grundlage für diesen Workshop bildet die 3-Tier-Architektur aus dem Industrial Internet Consortium. Anhand dieser Architektur wird aufgezeigt, wie Plattform-basierte Services gestaltet werden können. Darauf aufbauend werden durch die Anwendung von Kreativtechniken Ideen und Szenarien entwickelt und beschrieben. Ziel ist es konkrete Ideen zu generieren und die passenden Partner für die Umsetzung zu finden.

Nutzen für das Unternehmen

Die Unternehmen generieren konkrete Ideen für Plattform-basierte Services und können im Rahmen des Workshops passende Partner für die Umsetzung finden.

Ergebnis

Ideen für Plattform-basierte Services und Architekturwissen wie solche Services gestaltet werden können.

Dauer vor Ort

Ca. 3 Stunden

 

 

Diese Schulung wird von Steinbeis und/oder bwcon durchgeführt. Bei Interesse wenden Sie sich bitte an Alexandra Keller (Alexandra.Keller@steinbeis.de)

Inhaltsübersicht der Schulung


 

Kurzbeschreibung

In diesem Workshop Format liegt der Fokus auf der Generierung von Ideen für den Einsatz von Digitalisierungs-Technologien. Mit Hilfe von Kreativtechniken (Bsp.: Effectuation und Kaskade) werden Ideen und Anwendungsszenarien identifizieren. Durch das interaktive Format können sich die Teilnehmer untereinander austauschen und durch den Austausch die eigene Idee weiterentwickeln.

Nutzen für das Unternehmen

Die Unternehmen lernen Einsatzgebiete neuer Technologien kennen und entwickeln daraus Anwendungsszenarien für ihr Unternehmen.

Ergebnis

Ideen für die Anwendung digitaler Technologien.

Dauer vor Ort

Ca. 3 Stunden

 

Diese Schulung wird von Steinbeis und/oder bwcon durchgeführt. Bei Interesse wenden Sie sich bitte an Alexandra Keller (Alexandra.Keller@steinbeis.de)

Inhaltsübersicht der Schulung


 

Kurzbeschreibung

In diesem Workshop wird den Teilnehmern der Fähigkeiten-basierte Ansatz vorgestellt. Der Ansatz beruht darauf, dass Unternehmen die vorhandenen Fähigkeiten nutzen, um sich mit diesen Fähigkeiten in internetbasierten Wertschöpfungsnetzwerken zu positionieren. Das Geschäftsmodell stellt dabei zukünftig ein Bündel unternehmensindividueller Fähigkeiten dar.

Den Teilnehmern wird dabei vermittelt, was eine Fähigkeit ist und wie diese dafür verwendet werden können, um in internetbasierten Wertschöpfungsnetzwerken Geschäftsmodelle zu gestalten. Der Fähigkeiten-basierte Ansatz wird dabei an Beispielen verdeutlicht und angewendet.

Nutzen für das Unternehmen

Im Rahmen des Workshops wird den Unternehmen der Fähigkeiten-basierte Ansatz vermittelt. Dabei wird aufgezeigt, wie über Fähigkeiten Ideen für partnerschaftliche Leistungsversprechen generiert werden können. Den Unternehmen wird dabei eine neue Perspektive aufgezeigt, wie Sie die Digitalisierung partnerschaftlich angehen können.

Ergebnis

Den Unternehmen werden Kenntnisse über den Fähigkeiten basierten Ansatzes vermittelt und wie Fähigkeiten zur Gestaltung von Geschäftsmodellen verwendet werden könnnen.

Impulse, wie die Digitalisierung partnerschaftlich gestaltet werden kann.

Dauer vor Ort

Ca. 3 Stunden